Mein lieber Herr Gesangsverein

Mein lieber Herr Gesangsverein, Roman, Paul Wernherr, Geschenkbuch-Kiste, Unterhaltung, Buch
  • Titel:      Mein lieber Herr Gesangsverein
  • Autor:    Paul Wernherr
  • Genre:    Belletristik
  • Format:  Taschenbuch



Kurzbeschreibung:

Sie sind alle begeisterte Sänger. Doch wie so manchen Laienchor in den achtziger Jahren plagen auch den Männergesangverein Dengenheim 1895 erhebliche Nachwuchssorgen. Um einer drohenden Auflösung zu entgehen, suchen Vorstand Wolfgang Freidank, sein Freund Ulli Haberer und der Dirigent Dieter Hartung, nach einem Ausweg. Eine Chorgemeinschaft mit dem Nachbarverein eingehen oder doch vielleicht einen gemischten Chor gründen? Nicht sofort bietet sich die passende Lösung an. Aber mit Idealismus und Energie überzeugen die Drei ihre Vereinskameraden. Jedoch läuft längst nicht alles nach Wunsch und Plan. Bis zum ersten Auftritt sind noch eine Reihe von Hindernissen zu überwinden und besonders Metzgermeister Höfer scheint sich mit der neuen Lage nicht so recht anfreunden zu wollen. Und da ist auch noch Künstleragent Mathausch. Vielleicht könnte er ja der Eintracht Dengenheim zu neuem Glanz verhelfen. Das geplante Weihnachtskonzert wäre dazu die beste Gelegenheit.

ISBN-13: 978-1627840316

 

Buchrezension vom Arragement-Verlag

Buchtipp: Mein lieber Herr Gesangsverein

Bücher zum Thema Chorgesang befassen sich meist Stimmbildung, Übungen oder anderen Tipps rund um das Chorwesen. Anders das Buch “Mein lieber Herr Gesangsverein” von Paul Wernherr. Der Roman aus dem Windor Verlag ist verdächtig nah am Alltag eines Vereinsvorsitzenden mit allen Höhen und Tiefen und ein Lesetipp für Chorsängerinnen und Chorsänger.

Mein lieber Herr Gesangsverein  -

Das Buch geht zurück in die 80er Jahre. Der Männerchor Dengenheim hat ein Problem, nämlich Nachwuchssorgen. Aus dem einst stolzen Chor mit über 30 aktiven Sängern blieb im Laufe der Jahre nur ein kleiner Rest übrig. Das Problem ist bekannt, nur eine Lösung will nicht so recht her. Da entwickelt der Vorsitzende Wolfgang Freidank mit seinen Vorstandskollegen einen Plan.

Die Idee: Anstatt eine Chorgemeinschaft mit dem Männerchor aus dem Nachbarort Steinstadt einzugehen, warum nicht aus dem Männerchor einen gemischten Chor machen?

Diese Idee stößt zwar nicht bei allen Sängern auf Gegenliebe, ist aber scheinbar immer noch besser als sich mit der Konkurrenz zusammen zu tun. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen geht Freidank diese Aufgabe an und bereits nach kurzer Zeit und einigen Werbemaßnahmen finden sich auch die ersten Damen zur wöchentlichen Chorprobe ein.

In den ersten Proben läuft alles wie geschmiert, doch dann fällt der Dirigent des Chores aus. Freidank sorgt mit einer Musikstudentin für erfrischenden Ersatz. Doch die junge Frau wirbelt noch mehr durcheinander, als Sie den neuen gemischten Chor auch englische Lieder singen lassen möchte.

Trotzdem wird der erste Auftritt des neuen gemischten Chores zu einem Erfolg und der Ehrgeiz von Wolfgang Freidank geweckt, zum Weihnachtskonzert etwas ganz Besonderes zu bringen…

Eine schöne Geschichte aus dem Choralltag

Autor Paul Wernherr ist nach eigenen Angaben selbst aktiver Sänger und das merkt man dem Buch auch an. Die Schilderungen über die Bemühungen des Vorsitzenden, die Reaktion verschiedener Chormitglieder, die kleinen Nebengeschichten, wie die Verbandelung der Tochter mit einem jungen Mann aus der Liedertafel Steinstadt – das alles könnte dem ein oder anderen Leser verdächtig bekannt vorkommen.

Das Buch “Mein lieber Herr Gesangsverein” ist leichte Kost. Das ist aber keineswegs negativ gemeint. Es liest sich sehr erfrischend, da es aus dem Leben gegriffen ist. Das Setting in den 80er Jahren ist ziemlich gut gewählt. Kein Internet, Smartphones oder Computer helfen dem fleißigen Wolfgang Freidank und wer telefonieren möchte, muss eine Telefonzelle aufsuchen.

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